Wir freuen uns Ungarn als Partnerland des Geothermiekongresses 2026 bekanntgeben zu können!
Im Folgenden stellen wir die Arbeit unseres Partnerverbands sowie den Status der geothermischen Entwicklung in Ungarn vor.
Die 1995 gegründete HGA ist eine gemeinnützige Organisation zur professionellen Vertretung, Forschung und Förderung der Geothermie. Als einer der beständigsten nationalen Verbände Mittelosteuropas hält die HGA seit über drei Jahrzehnten einen kontinuierlichen Betrieb aufrecht.
Die Vereinigung ist durch Mitgliedsbeiträge vollständig selbstfinanziert und damit finanziell unabhängig vom Staat. Stand 2026 umfasst die Mitgliedschaft 82 Akteure, darunter 19 Institutionen wie Kommunen und Bauunternehmen sowie zahlreiche Fachexperten und Planer.
Netzwerk & Wissenstransfer
Die HGA ist langjähriges Mitglied der International Geothermal Association (IGA) und des European Geothermal Energy Council (EGEC). Seit 2004 fördert sie den Austausch durch Fachkonferenzen zu rechtlichen und technischen Aspekten der Thermalwassernutzung. Das monatliche Magazin Geothermal News dient dabei als zentrales Informationsmedium für die Fachwelt.
Geothermie in Ungarn: Status und Perspektiven
Ungarn blickt auf eine über 150-jährige Tradition der Geothermie zurück. Während tiefe Ressourcen den Sektor historisch dominieren, bleibt das Potenzial der oberflächennahen Geothermie im Vergleich zu Ländern wie Deutschland noch deutlich untergenutzt.
Die Infrastruktur umfasst etwa 1.000 aktive Brunnen, wobei die Verteilung mit 92 % Förder- und nur 8 % Reinjektionsbrunnen stark asymmetrisch ist. Die Nutzung mit einer Kapazität von ca. 1.000 MW verteilt sich wie folgt:
Landwirtschaft: 40 %
Fernwärme: 35 %
Balneologie: 25 %
Die wichtigsten Aquifere liegen im Pannonischen Becken und im mesozoischen Karstgestein. Trotz bisheriger regulatorischer Hürden wird erwartet, dass politische Impulse und EU-Strukturmittel das Investitionsklima für die Stromerzeugung und Wärmewende nun erheblich verbessern.
Forschung & Ausblick
Zur Überwindung von Fachkräftemangel und Kapazitätsengpässen wurde das Rybach Research Centre als Konsortium aus fünf Forschungseinrichtungen gegründet. Zudem bestehen enge Kooperationen mit deutschen Partnern wie dem GFZ Potsdam und dem KIT.
Nach Jahren geringen politischen Dialogs antizipiert die HGA infolge des Regierungswechsels im April 2026 eine neue Ära der Kooperation. Durch die Synergie aus Ungarns reichem geologischem Erbe und strategischen Allianzen ist die Branche bereit, die nationale Energiesouveränität und die Klimaziele zu stärken.











