Untersuchung zeitliche und tiefenabgängige Effekte auf die Fluidchemie in granitischen Reservoiren im Oberrheingarben mittels Multikomponentengeothermometrie

Untersuchung zeitliche und tiefenabgängige Effekte auf die Fluidchemie in granitischen Reservoiren im Oberrheingarben mittels Multikomponentengeothermometrie

Lars Yström, Fabian Nitschke, Sebastian Held, Thomas Kohl

Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Deutschland

Die Anwendung von Multikomponentengeothermometrie wird seit Jahren zur geothermischen Reservoirtemperaturabschätzung genutzt. Das eigenentwickelte Tool „MulT_predict“ nutzt die Löslichkeit reservoirspezifischer Mineralphasen, sowie eine implementierte Sensitivitätsanalyse zur Temperaturabschätzung des Reservoirs. Für die Anwendung auf geothermale Tiefenwässer im Oberrheingraben wurde ein granitischer Mineralsatz ausgearbeitet und auf geothermale Standrote mit granitischen Reservoiren angewendet. Dabei stimmen die modellierten Reservoirtemperaturen mit den in-situ-Temperaturmessungen der einzelnen Geothermiefelder überein. Darüber hinaus lassen sich sowohl zeitliche als auch tiefenabhängige Effekte in den Geothermometerrechnungen für Soultz-sous-Forêts und Rittershoffen zeigen. Zeitliche Veränderungen in der Reservoirtemperatur sind zum einen in kurzzeitigen Produktions- und Tracertests sowie zum anderen über Jahre des Betriebs erkennbar. Ebenfalls können die Vertiefungen von GPK1 und GPK2 dargestellt werden. Diese Empfindlichkeit von MulT_predict gegenüber konventionellen Geothermometern könnten zukünftig zum Monitoring von Bohrungen während der Produktion genutzt werden. Unter den möglichen Anwendungsbereichen könnten einerseits die Überwachung des Reservoirs vor Auskühlen oder andererseits Veränderung der Hauptzuflüsse durch Leckagen o.ä. fallen.

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