Nach dem mit rund 600 Teilnehmenden erfolgreichen Kongress im letzten Jahr findet der Geothermiekongress (DGK) 2026 vom 20. bis 22. Oktober im Kongresshotel Potsdam statt. Der Bundesverband Geothermie (BVG) lädt mit dem offiziellen Call for Papers zur Einreichung von Beiträgen ein und startet damit die heiße Phase der Vorbereitung.
Der DGK ist das zentrale Branchentreffen für alle, die sich aus wissenschaftlicher, wirtschaftlicher oder politischer Perspektive mit Geothermie befassen.
Das Kongresshotel Potsdam bietet mit seinen vielseitigen Veranstaltungsflächen, professionellen Tagungsstrukturen und der attraktiven Lage am Templiner See den idealen Rahmen für den bedeutendsten Fachkongress zur Erdwärme in Deutschland. Die Kombination aus moderner Kongressinfrastruktur, großzügigen Kapazitäten und ruhigem Umfeld schafft optimale Bedingungen für Austausch, Vernetzung und fachliche Diskussion auf höchstem Niveau.
Thematische Schwerpunkte:
Die Bandbreite der Themen ist auch in diesem Jahr beachtlich. Die Vorträge und Präsentationen widmen sich unter anderem den folgenden Bereichen:
Einreichungen und Nachwuchsförderung:
Mit dem Call for Papers lädt der Bundesverband Geothermie alle Interessierten ein, ihre aktuellen Forschungsergebnisse auf dem DGK 2026 zu präsentieren. Abstracts können bis zum 31. Mai 2026 eingereicht werden. Junge Wissenschaftler*innen sind zudem eingeladen, sich an der Science Bar zu beteiligen. Der Science-Bar-Poster-Wettbewerb bietet die Möglichkeit, Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten einem Fachpublikum zu präsentieren. Die beste Präsentation wird mit dem Nachwuchs-Preis für Jungwissenschaftler ausgezeichnet. Ab August können die Langfassungen der Beiträge eingereicht werden – idealerweise bis kurz vor Kongressbeginn. Jeder Beitrag erhält eine DOI-Nummer über Zenodo. Zudem besteht die Möglichkeit, Vorträge im digitalen Tagungsband zu veröffentlichen.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Einreichung finden Sie unter:
www.der-geothermiekongress.de/programm/call-for-papers
Für Fragen zu Einreichungen steht das Organisationsteam unter dgk@geothermie.de zur Verfügung.
Wir freuen uns Ungarn als Partnerland des Geothermiekongresses 2026 bekanntgeben zu können!
Im Folgenden stellen wir die Arbeit unseres Partnerverbands sowie den Status der geothermischen Entwicklung in Ungarn vor.
Die 1995 gegründete HGA ist eine gemeinnützige Organisation zur professionellen Vertretung, Forschung und Förderung der Geothermie. Als einer der beständigsten nationalen Verbände Mittelosteuropas hält die HGA seit über drei Jahrzehnten einen kontinuierlichen Betrieb aufrecht.
Die Vereinigung ist durch Mitgliedsbeiträge vollständig selbstfinanziert und damit finanziell unabhängig vom Staat. Stand 2026 umfasst die Mitgliedschaft 82 Akteure, darunter 19 Institutionen wie Kommunen und Bauunternehmen sowie zahlreiche Fachexperten und Planer.
Netzwerk & Wissenstransfer
Die HGA ist langjähriges Mitglied der International Geothermal Association (IGA) und des European Geothermal Energy Council (EGEC). Seit 2004 fördert sie den Austausch durch Fachkonferenzen zu rechtlichen und technischen Aspekten der Thermalwassernutzung. Das monatliche Magazin Geothermal News dient dabei als zentrales Informationsmedium für die Fachwelt.
Geothermie in Ungarn: Status und Perspektiven
Ungarn blickt auf eine über 150-jährige Tradition der Geothermie zurück. Während tiefe Ressourcen den Sektor historisch dominieren, bleibt das Potenzial der oberflächennahen Geothermie im Vergleich zu Ländern wie Deutschland noch deutlich untergenutzt.
Die Infrastruktur umfasst etwa 1.000 aktive Brunnen, wobei die Verteilung mit 92 % Förder- und nur 8 % Reinjektionsbrunnen stark asymmetrisch ist. Die Nutzung mit einer Kapazität von ca. 1.000 MW verteilt sich wie folgt:
Landwirtschaft: 40 %
Fernwärme: 35 %
Balneologie: 25 %
Die wichtigsten Aquifere liegen im Pannonischen Becken und im mesozoischen Karstgestein. Trotz bisheriger regulatorischer Hürden wird erwartet, dass politische Impulse und EU-Strukturmittel das Investitionsklima für die Stromerzeugung und Wärmewende nun erheblich verbessern.
Forschung & Ausblick
Zur Überwindung von Fachkräftemangel und Kapazitätsengpässen wurde das Rybach Research Centre als Konsortium aus fünf Forschungseinrichtungen gegründet. Zudem bestehen enge Kooperationen mit deutschen Partnern wie dem GFZ Potsdam und dem KIT.
Nach Jahren geringen politischen Dialogs antizipiert die HGA infolge des Regierungswechsels im April 2026 eine neue Ära der Kooperation. Durch die Synergie aus Ungarns reichem geologischem Erbe und strategischen Allianzen ist die Branche bereit, die nationale Energiesouveränität und die Klimaziele zu stärken.
Der DGK2026 findet vom 20. bis 22. Oktober im Kongresshotel Potsdam statt.
Das Branchentreffen mit ca. 600 Teilnehmenden aus Deutschland sowie internationalen Gästen ist im deutschsprachigen Raum einzigartig.
An zwei Kongresstagen und einem Workshoptag werden vielfältige Themen aus Wirtschaft und Forschung, Oberflächennaher und Mittel- sowie Tiefer Geothermie behandelt. Dank mehrerer paralleler Sessions kann so ein breites Spektrum abgedeckt werden.
Sie wären gerne dabei? Informationen zur Teilnahme folgen in Kürze.
Die Planungen für den DGK2026 im Kongresshotel Potsdam sind bereits in vollem Gange. Als Sponsoring-Partner profitieren Sie von exklusiven Vorteilen:
Bei Interesse senden Sie gerne eine E-Mail an: kommunikation(at)geothermie.de
Vom 18. bis 20. November 2025 traf sich die Geothermiebranche zum diesjährigen Geothermiekongress (DGK) im House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt am Main. Rund 590 Teilnehmende – erneut mehr als im Vorjahr – nutzten Deutschlands größtes Branchentreffen, um aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und Strategien für den Ausbau der Erdwärme zu diskutieren.
Wir haben den Kongress gemeinsam mit dem Fraunhofer IEG, der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) sowie dem Partnerland Großbritannien ausgerichtet. Die politische Bedeutung der Geothermie zeigte sich dabei auch daran, dass Hessen mit neuen Initiativen, wie der Vereinfachung rechtlicher Rahmenbedingungen, eine Vorreiterrolle übernimmt.
In ihrer Eröffnungsrede betonte BVG-Präsidentin Dr. Karin Thelen die wachsende Dynamik der Branche und die Bedeutung der Erdwärme für Klimaschutz, Energiesouveränität und Wertschöpfung in Deutschland. Prof. Dr. Rolf Bracke (Fraunhofer IEG) stellte in seiner Keynote die notwendigen Schritte zur Industrialisierung der Geothermie vor – von der Skalierung der Bohrkapazitäten bis hin zu schnelleren Genehmigungsprozessen.
Mit rund 280 Vorträgen aus 18 Ländern war das Programm in diesem Jahr besonders international. Großbritannien präsentierte sich als Partnerland mit eigenem Workshop und Impulsen rund um das neu gegründete National Geothermal Centre.
Wie jedes Jahr wurden herausragende Leistungen ausgezeichnet:
Prof. Dr. Simona Regenspurg erhielt die Patricius-Medaille für ihre vielfältigen wissenschaftlichen Beiträge und ihr Engagement für die Vernetzung der Geothermieszene.
Dr. Hesam Soltan Mohammadi wurde als Jungwissenschaftler des Jahres geehrt.
Ein Sonderpreis ging an Dr. André Deinhardt für sein langjähriges Wirken zur politischen Stärkung der Geothermie.
Den Posterpreis gewann Helen Krauß (TU Darmstadt) für ihre experimentelle Arbeit zu thermischen Eigenschaften von Bettungsmaterialien.
Im kommenden Jahr kehrt der DGK nach Potsdam zurück und findet vom 20. bis 22. Oktober 2026 im Kongresshotel Potsdam statt.
Wir danken allen Partnern, Sponsoren, Referierenden und Teilnehmenden für einen außergewöhnlich erfolgreichen Kongress 2025!











